
„Sogar die Polizei war erstaunt“: Kindergärtnerin mit einem halben Kilogramm Kokain verhaftet
JERUSALEM, 03.09.2025 (NH) – Das neue Schuljahr hat in Israel zwar gerade erst begonnen, doch schon schockiert der erste Skandal das israelische Bildungssystem. So wurde am zweiten Schultag bekannt, dass eine Kindergärtnerin im Landeszentrum verhaftet wurde. Sie steht im Verdacht, mit Kokain gehandelt zu haben. Bei ihrer Festnahme trug die „Erzieherin” ein halbes Kilogramm Kokain und eine sehr große Summe Bargeld bei sich. Neben der Kindergärtnerin wurde ein weiterer Verdächtiger verhaftet. Bei dem Mann handelte es sich um den Lebenspartner der Frau. Die beiden werden nun des Handels mit gefährlichen Drogen angeklagt.
Halbes Kilo Kokain und fast 200 Gramm Haschisch
Die Festnahme der beiden Verdächtigen erfolgte vor einigen Tagen im Rahmen einer Aktion von Kriminalbeamten der Zentralen Polizeistation in Jerusalem. Während laufender Ermittlungen fielen den Detektiven zwei verdächtige Personen in einem Einkaufszentrum auf. Das Verhalten der beiden Angeklagten erregte den Verdacht der Kriminalbeamten, die das mutmaßliche Dealerpaar daraufhin zum Verhör festnahmen.
Bei einer kurzen Durchsuchung wurden nicht nur Drogen gefunden, die offensichtlich nicht für den Eigenverbrauch bestimmt waren, sondern auch eine große Menge Bargeld. Bei den Betäubungsmitteln handelte es sich um ein halbes Kilo Kokain und 190 Gramm Haschisch.
Das Pärchen, beide Einwohner Zentralisraels in ihren 30ern, wurde verhaftet und zum Verhör der Jerusalemer Polizei gebracht. Zum großen Erstaunen der Polizei stellte sich heraus, dass es sich bei der Verdächtigen um Lior D., eine Kindergärtnerin, handelte, die in einem privaten Kindergarten in Rishon LeZion arbeitet, und bei der zweiten Person um ihren Lebenspartner Leroy B., der 2012 und 2013 den Bodybuilding-Wettbewerb „Mr. Israel” gewann.

Vormittags Kindergärtnerin und Bodybuilder, abends Drogendealer
Bei ihrem Verhör behauptete das skurrile Paar, die Drogen seien „in ihr Auto gelegt worden, ohne dass sie davon etwas wussten”. Später sagte die Kindergärtnerin aus, sie habe gedacht, es handele sich um eine Schachtel mit gefälschtem Schmuck oder Uhren. „Ich habe keine Verbindung zur kriminellen Welt. Ich habe meinem Lebenspartner das Paket gegeben, und er hat mir 20.000 Schekel (umgerechnet fast 5.100 Euro) überreicht.“ Die Verteidiger der Erzieherin bestritten, dass ihre Mandantin wusste, dass es sich um Rauschgift handelte, und betonten, sie sei nicht vorbestraft.
Gestern wurde das vermeintliche Verbrecherpaar ein weiteres Mal vor Gericht gebracht, um über den Antrag der Polizei auf Verlängerung ihrer Haft zu verhandeln. Die Polizeikräfte behaupten, zusätzliche Ermittlungsaktivitäten durchführen zu müssen. Die Jerusalemer Polizei erklärte, „weiterhin entschlossen gegen die Straftaten des Anbaus, der Verteilung und des Handels mit Drogen vorzugehen, während alle Beteiligten ausfindig gemacht und vor Gericht gestellt werden.“
Titelbild: Sogar die Polizei war überrascht, dass es sich bei der mutmaßlichen Dealerin um eine Kindergärtnerin handelt. Foto: Yossi Zamir/Flash90