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Hamas und Islamischer Dschihad feiern Anschlag in Jerusalem – zu den Toten gehört ein spanischer Einwanderer und der bekannte „Dr. Mark“

JERUSALEM 09.09.2025 (LS) – Während Israel um die Toten des gestrigen Anschlags in Jerusalem trauert, feiern palästinensische Terroristen den Akt als „Widerstand“ und fordern eine Eskalation. Mittlerweile wurden alle sechs Leichen identifiziert. Die Opfer sind Rabbi Levi Yitzchak Pash, Yaakov Pinto, Yisrael Metzner, Rabbi Yosef David, Rabbi Mordechai Steintzeg and Sarah (Sarita) Mendelson. Mordechai Steintzeg war bekannt als „Dr. Mark“. Er war der Gründer der bekannten Bäckerei Dr. Mark’s Bakery mit mehreren Filialen und Hauptsitz in Beit Schemesch. Die Bäckerei stellt gesunde Brote aus Vollkorn und Sauerteig her. Yaakov Pinto, ein Einwanderer aus Spanien, hatte erst vor kurzem geheiratet.

Taxifahrer und Busfahrer agieren heldenhaft

Ein Video, das seit Montag in den sozialen Medien kursiert und die tödlichen Terroranschläge in Jerusalem zeigt, dokumentiert die Heldentat eines Taxifahrers, der sich am Tatort befand.

In den Aufnahmen, die von der Dashcam eines Fahrzeugs stammen, ist zu sehen, wie der Fahrer von seinem Sitz zur anderen Seite seines Autos eilt, wo auf der Rückbank eine ältere Frau sitzt, die er in der Stadt gefahren hatte. Man hört, wie die Kugeln der Terroristen und Sicherheitskräfte über den Fahrer und die Frau hinwegpfeifen, während er versucht, sie in Sicherheit zu bringen.

Taxifahrer Yigal bringt eine ältere Frau in Sicherheit, während Kugeln neben ihm in das Fenster eines Busses einschlagen. Foto: Dashcam-Screenshot

Präsident Isaac Herzog rief den heldenhaften Taxifahrer, Yigal, persönlich an. „Ich freue mich sehr, mit Ihnen zu sprechen, lieber Yigal. Sie sind wirklich ein Vorbild für zivilen Mut. Ich habe das Video gesehen und gesagt: ‚Holt mir Yigal!‘ Hut ab vor Ihnen! Sie sind ein vorbildlicher Bürger“, erklärte Herzog in dem Telefonanruf. „Ich möchte Ihnen danken, Sie machen den Staat Israel sehr stolz, und ich wünsche Ihnen Gesundheit, Glück und Freude“, fügte er hinzu.

Auch der Busfahrer, der den betroffenen Bus fuhr, entpuppte sich als Held. Die beiden Terroristen versuchten, in den Bus der Linie 62 einzusteigen. Der Busfahrer, der die beiden als verdächtig identifizierte, weigerte sich jedoch, sie einsteigen zu lassen, berichten Augenzeugen. Die Angreifer eröffneten daraufhin das Feuer und gelangten in den Bus.

Ein bewaffneter Soldat, der sich an der Bushaltestelle nahe des im Stau stehenden Busses befand, rannte zum Tatort und eröffnetet das Feuer. Es handelte sich um einen ultra-orthodoxen Soldaten des Hasmonäer-Bataillons. Zwei bewaffnete Zivilisten, darunter ein ultra-orthodoxer Jeschiwa-Student, kamen ihm zur Hilfe. Die Gemeinde des Soldaten lobte sein Handeln. „Viele Segnungen und Gebete um Kraft für den Sohn unserer Gemeinde, der heute mutig den Terroristen an der Ramot-Kreuzung gegenübergestanden ist, viele Leben gerettet und unsere Feinde ausgeschaltet hat.“

Der Soldat der Hasmonäer-Brigade, der die Terroristen ausschaltete. Foto: IDF Spokesperson
Terrororganisationen feiern

Die Hamas, der Palästinensische Islamische Dschihad und andere palästinensische Terrororganisationen feierten den Terroranschlag. „Wir loben die heldenhafte, hervorragend durchgeführte Operation zweier palästinensischer Kämpfer an der Kreuzung der Siedlung Ramot nördlich des besetzten Jerusalem“, erklärte die Hamas. „Es handelt sich um eine natürliche Reaktion auf die Verbrechen der Besatzung und den Vernichtungskrieg, den sie gegen unser Volk führt.“

„Wir rufen dazu auf, die Widerstandsaktionen im palästinensischen Westjordanland und im besetzten Jerusalem zu intensivieren und die Besatzungssoldaten und Siedler an allen Konfrontationspunkten mit dem Feind anzugreifen“, hieß es weiter.

Premierminister Netanjahu sprach zu Reportern am Tatort. „An allen Fronten wird ein mächtiger Krieg gegen den Terror geführt. Wir umzingeln derzeit die Dörfer, aus denen die Terroristen stammen.“ Die Terroranschläge würden Israel nicht abschrecken, so Netanjahu. „Sie stärken nur unsere Entschlossenheit, unsere Missionen zu erfüllen, auch in Judäa und Samaria – überall“, erklärte er.

Titelbild: Die sechs Opfer des gestrigen Terroranschlags. Von oben links im Uhrzeigersinn: Rabbi Yosef David, Rabbi Mordechai Steintzeg, Sarah (Sarita) Mendelson, Yaakov Pinto, Yisrael Metzner und Rabbi Levi Yitzchak Pash. Foto: privat

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