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Israels Verteidigungsminister ordnet massive Sanktionen gegen die Familien und Nachbarn der Ramot-Terroristen an

JERUSALEM, 10.09.2025 (NH) – Der israelische Verteidigungsminister Yisrael Katz hat eine Reihe zivilrechtlicher Sanktionen gegen die Angehörigen der Terroristen verhängt, die am Montag ein Blutbad in Jerusalem angerichtet haben. Die Sanktionen sollen auch die Bewohner der Heimatdörfer der Angreifer betreffen. Neben dem Abriss der beiden Häuser der Terroristen sollen auch illegale Strukturen in den palästinensischen Gemeinden zerstört werden. Zudem droht Katz damit, 750 Arbeits- und Einreisegenehmigungen für palästinensische Arbeiter aus dem sogenannten Westjordanland zu widerrufen.

Vater ist stolz auf Dschihadisten-Sohn

Die Entscheidung traf der Minister in Übereinstimmung mit dem Sicherheitsapparat und dem Militärkoordinator der Regierungsaktivitäten in den Gebieten, Generalmajor Ghassan Alian.

Im Schatten der Sanktionen hat das israelische Militär gestern bekanntgegeben, bereits die Häuser der Terroristen kartiert zu haben. In der Nacht zum Mittwoch wurden die beiden Wohnhäuser zerstört. Bei den beiden Attentätern, die am Montag bei einem Terroranschlag an der Ramot-Kreuzung in Jerusalem sechs Zivilisten getötet hatten, handelt es sich um Muthana A. und Mohammed T. Die Attentäter stammen aus den palästinensischen Dörfern Qatanna und Al-Qubeiba. Israelische Sicherheitskräfte durchkämmen weiterhin die umliegenden Gebiete, um Verdächtige und Mithelfer auszumachen und zu verhören. Auch Angehörige der Attentäter wurden befragt. Einer der Väter erklärte, er sei „stolz auf seinen Sohn, der Juden getötet und als Märtyrer gefallen ist”.

Nach den bisher gesammelten Erkenntnissen drangen die beiden Terroristen am Morgen über eine Sicherheitslücke entlang der Jerusalemer Sicherheitsbarriere nach Ramot ein. Der israelische Inlandsgeheimdienst erklärt, keine Vorwarnung erhalten zu haben, und betont, die Mörder seien dem Sicherheitsapparat nicht bekannt gewesen. Die Behörden schlussfolgern, dass es sich um eine lokale, eigenständige Terrorzelle ohne organisatorische Zugehörigkeit handelte.

IDF-Truppen kartieren die Häuser der Terroristen. Foto: IDF

Ein schwerer Autounfall führte zu massiven Staus am Tatort

Sicherheitsquellen zufolge war einer der Mörder Student der Elektrotechnik an der „Terroruniversität” Birzeit. Die Studentenvertretung der Bildungseinrichtung gab nach dem verabscheuungswürdigen Anschlag eine Erklärung ab, in der sie den terroristischen Mitschüler verherrlichte. Die Universitätsleitung rief einen Trauertag zu Ehren der Terroristen und ihrer Heldentaten aus. Anzumerken ist, dass die Birzeit-Universität zu den bedeutendsten Hochschulen der Palästinensischen Autonomiebehörde zählt.

In der Zwischenzeit wurden neue Aufnahmen des brutalen Angriffs veröffentlicht, bei dem Rabbi Yosef David, Rabbi Mordechai Steintzeg, Sarah (Sarita) Mendelson, Yaakov Pinto, Yisrael Metzner und Rabbi Levi Yitzchak Pasch getötet wurden. Demnach nutzten die beiden Angreifer den massiven Stau, der sich aufgrund einer Massenkarambolade in der Umgebung gebildet hatte und den Autofahrern die Flucht vom Tatort zu verhinderte.

Die Terroristen wählten eine belebte Haltestelle und zwei Busse als ihr tödliches Terrorziel. Neben den sechs Toten wurden fast 50 Personen verletzt. 14 Verletzte befinden sich noch immer im Krankenhaus, zwei davon schweben in Lebensgefahr.

Titelbild: IDF-Soldaten operieren nach dem schweren Terroranschlag in der Hauptstadt in den betroffenen palästinensischen Dörfern. Foto: IDF

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