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Enthüllt: Iran steckt hinter massivem Cyberangriff auf israelisches Krankenhaus

JERUSALEM, 26.10.2025 (NH) – Das Nationale Cyber-Direktorat Israels hat enthüllt, eine massive Welle von Cyberangriffen aus dem Iran habe israelische Unternehmen und Einrichtungen in den letzten Wochen überrollt. Eines der prominentesten Ziele war das Shamir-Assaf-Harofeh-Krankenhaus, das Anfang des Monats von iranischen Elementen angegriffen wurde. Die Attacke zielte darauf ab, den Betrieb des Krankenhauses an Yom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, zu stören. „Allein der Versuch, einem Krankenhaus Schaden zuzufügen, hätte Menschenleben kosten können.“ Neben der medizinischen Einrichtung wurden auch Unternehmen ins Visier genommen, die Computerdienstleistungen für viele Unternehmen der Wirtschaft erbringen.

Das Krankenhaus „Shamir-Assaf Harofeh“ wurde zum Angriffsziel

Der Iran attackiert den kleinen jüdischen Staat bereits seit einiger Zeit mit gezielten Cyberangriffen im Internet. Seit Beginn des jüngsten Gaza-Kriegs und dem darauffolgenden Kriegsausbruch mit dem Mullahregime im Juni hat die Zahl dieser Angriffe stark zugenommen. So wurden in den letzten Wochen mehr als zehn private Wirtschaftsunternehmen Opfer iranischer Cyberangriffe. Zunächst hatte eine osteuropäische Gruppe die Verantwortung für die Attacken übernommen, doch kurze Zeit darauf ergab eine Untersuchung des Cyber-Direktorats, dass es sich um iranische Aktivitäten gehandelt hatte. Die Angreifer konnten mithilfe gestohlener oder durchgesickerter Benutzernamen und Passwörter in Systeme eindringen und in einigen Fällen sogar sensible Informationen von Organisationen ausspionieren.

Yossi Karadi, Leiter der Nationalen Cyber-Direktion, kommentierte die Ergebnisse wie folgt: „Dank der Zusammenarbeit, des schnellen Informationsaustauschs und der gezielten Reaktion des Inlandsgeheimdienstes (Shin Bet), der Ministerien und der relevanten Militäreinrichtungen konnten die Vorfälle schnell und effizient abgeschlossen und ein größerer Schaden für die Wirtschaft verhindert werden.“

Angriff auf medizinische Einrichtung: Überschreitung einer roten Linie

Besorgniserregend war jedoch der Angriff auf das Shamir-Krankenhaus. Zwar sollen die iranischen Hacker keinen besonderen Erfolg verzeichnet haben, doch laut der Cyber-Direktion und des Krankenhauses führte der Vorfall zum Durchsickern von Informationen. So etwa E-Mails, die am 25. September dieses Jahres an und von dem Krankenhaus gesendet wurden, „einschließlich der darin enthaltenen medizinischen Informationen”. Die Drahtzieher der Cyberattacke drohten, die gestohlenen Inhalte zu veröffentlichen, und wandten sich dabei direkt an Israels Premierminister Benjamin Netanjahu und seine Frau Sarah. „Der Angriff wurde frühzeitig gestoppt und es wurde kein Schaden an der medizinischen Versorgung verursacht”, entwarnt die Cyber-Direktion. „Trotz des Angriffs wurde die medizinische Versorgung nicht beeinträchtigt und der Hauptzweck des Angriffs wurde vereitelt.“

Die Direktoren fügten jedoch hinzu, dass „bei dem Vorfall im Shamir-Krankenhaus, abgesehen von dem Durchsickern von Informationen, der Versuch, einem Krankenhaus in Israel zu schaden, eine Überschreitung einer roten Linie darstellt, die auch zu Schäden an Menschenleben hätte führen können.”

Titelbild: Ein Blick auf das Shamir Medical Center. Foto: Yossi Aloni/Flash90

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