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Terror in Australien – Israel warnte vor Anschlägen auf australische Juden

JERUSALEM 15.12.2025 (LS) – Zwei bewaffnete Männer haben am Sonntag bei einer Chanukka-Veranstaltung anlässlich des ersten Abends des jüdischen Feiertags am Bondi Beach in Sydney mindestens 16 Menschen erschossen, so australische Behörden. Mindestens 42 Menschen wurden verletzt, darunter zwei Polizeibeamte.

Es handelt sich um einen der tödlichsten Anschläge auf Juden außerhalb Israels seit Jahrzehnten. Ein Täter wurde getötet, der zweite in schwerem Zustand festgenommen, teilten die Behörden mit. Bei den Angreifern handelt es sich um Vater und Sohn, Sajid A. (50) und Naveed A. (24).

Mögliche Verbindungen zum IS

Ermittler der australischen Anti-Terror-Einheit Joint Counter Terrorism Team (JCTT) glauben laut ABC, dass die Angreifer mit dem IS verbunden sind.

In ihrem Auto am Bondi Beach wurden zwei ISIS-Flaggen gefunden, von denen eine auf den Aufnahmen vom Tatort auf der Motorhaube zu sehen ist. Australiens Inlandsgeheimdienst ASIO hatte nach der Verhaftung des ISIS-Terroristen Isaac El Matari im Juli 2019 mit der Überwachung von Naveed A. begonnen. Naveed stand in enger Verbindung zu Matari und anderen Mitgliedern der ISIS-Zelle in Sydney. ASIO-Generaldirektor Mike Burgess räumte ein: „Eine dieser Personen war uns bekannt, aber nicht als unmittelbare Bedrohung, daher müssen wir untersuchen, was hier passiert ist.“

Israelische Warnungen

Der Mossad hat Australien seit Monaten regelmäßig vor iranischen und anderen potenziellen Terroranschlägen gegen Juden gewarnt, wie die Jerusalem Post nach dem Anschlag erfahren hat.

Bereits im August gab der Mossad Australien hilfreiche Warnungen bezüglich Terrorbedrohungen aus dem Iran. Obwohl Australien den Terroranschlag vom Sonntag nicht verhindern konnte, gab es keine Bestätigung dafür, dass der Mossad speziell vor dem Terroranschlag vom Sonntag gewarnt hatte. Vielmehr lag der Schwerpunkt auf einer Reihe von Warnungen im Laufe der Zeit vor der wachsenden Welle und dem Aufbau einer Terrorinfrastruktur in Australien.

Im August erklärten Premierminister Anthony Albanese und Strafverfolgungsbeamte in einer Pressekonferenz, die Islamische Republik sei der Drahtzieher hinter mindestens zwei schweren antisemitischen Brandanschlägen in Australien und wahrscheinlich für weitere Vorfälle in einer Welle antijüdischer Ereignisse in dem Land seit dem Massaker vom 7. Oktober verantwortlich.

„Politik der australischen Regierung fördert den Antisemitismus in Australien“

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hielt am Sonntag eine Regierungssitzung in Dimona ab, in der er die australische Regierung beschuldigte, die jüngsten Terroranschläge auf Juden in Melbourne und Sydney ermöglicht zu haben.

„Am 17. August, vor etwa vier Monaten, habe ich dem australischen Premierminister Albanese einen Brief geschickt, in dem ich ihn gewarnt habe, dass die Politik der australischen Regierung den Antisemitismus in Australien fördert und begünstigt“, erklärte Netanjahu bei dem Treffen.

„Ich schrieb: ‚Ihre Forderung nach einem palästinensischen Staat gießt Öl ins Feuer des Antisemitismus. Sie belohnt die Terroristen der Hamas. Sie ermutigt diejenigen, die australische Juden bedrohen, und fördert den Judenhass, der derzeit auf Ihren Straßen herrscht.‘ Antisemitismus ist wie Krebs. Er breitet sich aus, wenn Politiker schweigen, und er verschwindet, wenn Politiker handeln. Ich fordere Sie auf, Schwäche durch Taten und Beschwichtigung durch Entschlossenheit zu ersetzen.“

Titelbild: Nach dem Terroranschlag: Trauernde legen Blumen an einer Gedenkstätte für die Opfer am Bondi Beach in Sydney nieder. Foto: Bianca De Marchi / AAPIMAGE via Reuters Connect

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