zurück zu Aktuelles

Nach nur einem Tag im Amt: Zohran Mamdani mit dramatischen Schritten gegen Israel

JERUSALEM, 04.01.2026 (NH) – Zohran Mamadani, der jüngste Bürgermeister der letzten 100 Jahre, hat bereits am ersten Tag seiner Amtseinführung für Aufregung gesorgt. Der 34-jährige Muslim und Antizionist lässt seiner unverblümten Israel-Kritik Taten folgen. Mit einer seiner ersten Amtshandlungen hob Mamdani das Verbot des Israel-Boykotts und die Annahme der IHRA-Definition von Antisemitismus auf. Diese definierte Hassreden bezüglich des jüdischen Staats als Antisemitismus. Beobachter sehen sich in ihren Warnungen bestätigt, jüdische Organisationen in den USA äußerten scharfe Bedenken.

Bürgermeister storniert Anordnungen zum Schutz amerikanischer Juden

Bei seiner Amtseinführung in New York City ließ sich Mamdani von Zehntausenden, darunter Keffiyeh-Träger mit palästinensischen Flaggen, feiern. Der 34-Jährige legte seinen Amtseid auf den Koran ab und erhielt den Segen seines Imams Khaled Latif. An der feierlichen Zeremonie nahmen weitere bekannte Anti-Israel-Koryphäen wie Cynthia Nixon, Susan Sarandon und der Aktivist Mahmud Khalil teil. Khalil, der jüngst aus der Haft entlassen wurde, war einer der Anführer der anti-israelischen Proteste an der Columbia University.

Bereits einen Tag nach den Feierlichkeiten im „Big Apple” fiel im neuen Bürgermeisterbüro die dramatische Entscheidung, Exekutivanordnungen zurückzuziehen, die sein Vorgänger Eric Adams mutmaßlich zum Schutz der Juden New Yorks erlassen hatte. So wurden nicht nur eine Anordnung, die Boykottkampagnen gegen Israel verhinderte, und ein Erlass, der Antisemitismus gemäß der IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) definiert und Hassreden gegen Israel unterbindet, aufgehoben.

Identifizierung von Antisemitismus ist unerlässlich, um ihn zu bekämpfen

Tatsächlich hätte die IHRA-Definition für Mamadani problematisch sein können. Er hatte sich als langjähriger Unterstützer der Boykott-, Desinvestitions- und Sanktionsbewegung (BDS) gegen Israel geoutet und Israels Recht auf Existenz als jüdischer Staat wiederholt abgesprochen. Die besagte IHRA-Definition stuft die Behauptung, „die Existenz des Staates Israel ist ein rassistisches Unterfangen”, als antisemitisch ein.

William Daroff, Geschäftsführer der Conference of Presidents of U.S. Jewish Organizations, nannte die Entscheidungen des Bürgermeisters „einen besorgniserregenden Hinweis auf die Richtung, in die er die Stadt nach seinem Amtsantritt führt”. „Die jüngsten Anordnungen verringern New Yorks Fähigkeit, Antisemitismus zu erkennen und darauf zu reagieren – gerade in einer Zeit, in der die Zahl der Vorfälle weiter steigt. New York sollte mit Klarheit und Entschlossenheit im Kampf gegen Antisemitismus vorangehen. Diese Entscheidung geht in die entgegengesetzte Richtung.“

„Antisemitisches Benzin in offenes Feuer gegossen“

Auch das israelische Außenministerium fand klare Worte für die Amtshandlung und veröffentlichte auf X (ehemals Twitter): „Mamdani zeigt sein wahres Gesicht. Das ist keine Führung. Es ist, als würde man antisemitisches Benzin in ein offenes Feuer gießen.“

Ebenso äußerte der Vorsitzende der Weltzionistischen Organisation, Yaakov Hagoel, Bedenken: „Juden auf der ganzen Welt werden seit dem 7. Oktober 2023 in unerbittlichen Antisemitismus-Kampagnen verfolgt. Erst vor zwei Wochen wurden 15 Menschen bei einem brutalen Angriff in Sydney, Australien, ermordet.“ Er hoffe, dass New Yorks neuer Bürgermeister „den Trend nicht fortsetzt und den Antisemitismus gegen die Juden in seiner Gegend verstärkt“. „Die Weltzionistische Organisation steht in Kontakt mit den Gemeinden und wird alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Juden in New York und weltweit zu schützen.“

Titelbild: Der gewählte Bürgermeister von New York City, Zohran Mamdani, spricht während einer Kundgebung in Brooklyn, New York, USA, am 4. November 2025 nach seinem Wahlsieg.Foto: Liri Agami/Flash

Weitere News aus dem Heiligen Land