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Belohnung für Terrorhetze – 50.000 Euro Entschädigung für Dozentin, die Gräueltaten vom 7. Oktober glorifizierte

JERUSALEM, 27.04.2026 (NH) – Israel hat am Morgen des 7. Oktobers 2023 das brutalste Massaker seiner Geschichte erlebt. Hamas-Terroristen massakrierten Zivilisten, verbrannten Familien in ihren Häusern und verschleppten Menschen sowie Leichen als Geiseln in den Gazastreifen. Die Terroristen begingen unsagbare Gräueltaten, die später unter anderem von Human Rights Watch als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingeordnet wurden. Inmitten dieser Gewalt griff Dr. Varda Saadeh, eine langjährige arabische Dozentin an der Kaye Academic Universität in Beer Scheba, zur Tastatur und veröffentlichte das Bild eines blutenden israelischen Soldaten, wie er in den Händen seiner palästinensischen Peiniger um sein Leben fleht. Ihr Kommentar dazu: „Sogar eine Katze kratzt, wenn man sich ihr nähert“. Damit suggerierte sie, die blutige Gewalt sei nur eine zwangsläufige Reaktion. Noch am selben Tag fragte sie ihre Follower provokant, ob sie immer noch wissen wollten, woher „Hass und Wut“ kämen.

Terrorverharmlosung unter dem Deckmantel der Wissenschaft

Die erschütternden Äußerungen der Dozentin, die 28 Jahre an dem Campus unterrichtet hatte, beschränkten sich nicht nur auf den Tag des Massakers. In den folgenden Wochen bezeichnete Saadeh die israelischen Verteidigungskräfte wiederholt als „Mörder“ und als „israelische Terrorarmee“. Während einer Anhörung zu ihrer Entlassung weigerte sie sich zudem, die Hamas als Terrororganisation einzustufen. Stattdessen erklärte sie öffentlich, „Gaza werde sich nicht niederwerfen“ und die „Hamas und Islamischer Dschihad werden nicht aufhören, sich zu wehren.“ Für die Leitung der Kaye Academic Universität war die Unterstützung von Terror nicht hinnehmbar. Eine Dozentin mit solchen menschenverachtenden Positionen könne keine Studierenden unterrichten, schon gar keine Reservisten oder Angehörige von Opfern des 7. Oktober. Die Hochschulleitung betonte, man habe jahrelang an einem Klima der Koexistenz gearbeitet, das durch Äußerungen, die Verständnis für die „verabscheuungswürdigen Taten“ der Angreifer erkennen ließen, untergraben werde.

Urteil sorgt für Empörung

Die juristische Aufarbeitung der Entlassung führte jedoch zu einem Ergebnis, das in Israel für breite Kritik sorgt. Das Arbeitsgericht in Beerscheba unter Richterin Avigail Borovitz sprach Saadeh eine Entschädigung von mehr als 211.000 Schekel, rund 50.000 Euro, zu. Das Gericht argumentierte, die Äußerungen würden unter die akademische Meinungsfreiheit fallen. Weiter wurde bemängelt, das Kündigungsverfahren habe formale Mängel aufgewiesen. Zwar stellte das Gericht fest, dass Saadeh keinerlei Empathie oder Trauer für die Opfer des 7. Oktober gezeigt habe und eine auffällige „Gefühlskälte“ erkennen ließ, dennoch wurde ihre Entlassung als rechtswidrig eingestuft.

Die Universität kündigte an, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen. Für viele Betroffene bleibt das Urteil ein schwer nachvollziehbares Signal – in einer Gesellschaft, die noch immer um die Opfer der Hamas-Gräueltaten trauert.

Titelbild: Spuren grausamer Gewalt in einem Haus im Kibbuz Nir Oz nach dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023. Foto: Erik Marmor/Flash90

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