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Makkabiade 2026: Eröffnung im Teddy-Stadion mit 5.000 jüdischen Athleten

JERUSALEM 02.07.2026 (LS) – Tausende jüdische Sportler aus mehr als 30 Ländern liefen am Mittwochabend zur Eröffnung der Maccabiah 2026 in Jerusalems Teddy-Stadion ein. Die Makkabiade, die oft als „jüdische Olympiade“ bezeichnet wird, musste im vergangenen Jahr aufgrund des Krieges zwischen Israel und dem Iran im Juni 2025 verschoben werden.

„Steht aufrecht gegen den Antisemitismus“

Rund 5.000 Athleten zogen durch das ausverkaufte Stadion. Sie schwenkten ihre Nationalfahnen, begleitet von Musik, Lichtshow und einer feierlichen Fackelentzündung durch die israelische Paralympionikin Asaf Yasur und Olympia-Judoka Inbar Lanir. Die Zeremonie wurde von TV-Moderator Assi Azar und der amerikanischen Pro-Israel-Influencerin Montana Tucker moderiert .

Präsident Isaac Herzog wandte sich an die internationale Gemeinschaft. „Durch diesen schwierigen Krieg haben wir bewiesen, dass wir trotz des Schmerzes die Herausforderung in jeder Krise finden können. Diese Sportfeier ist eine Demonstration jüdischer Stärke.“ Premierminister Benjamin Netanjahu richtete seinen Appell direkt an die Diasporagäste: „Ich habe nur eine Botschaft für euch: Die Menschen respektieren nur diejenigen, die sich selbst respektieren. Angesichts des Antisemitismus – steht aufrecht!“

Präsident Israel Herzog bei der Eröffnungsfeier der Makkabiade. Foto: Haim Zach/GPO

Einen besonders bewegenden Moment erlebte das Publikum, als die ehemalige Hamas-Geisel Daniella Gilboa gemeinsam mit Musiker Idan Raichel auftrat – ein Symbol der Resilienz, das im vollbesetzten Stadion für Gänsehaut sorgte.

MAKKABI Deutschland nimmt mit größter europäischer Delegation teil

Israels Delegation ist mit 2.200 Athleten die mit Abstand größte. Dahinter folgen die USA mit etwa 900 Teilnehmern sowie starke Mannschaften aus Mexiko, Argentinien, Deutschland, Brasilien und Frankreich.

MAKKABI Deutschland stellt mit rund 170 Athleten und Offiziellen die größte europäische Delegation und erklärte in einer Pressemitteilung: „Für die deutsche Delegation hat dieser Moment eine besondere historische und gesellschaftliche Dimension. Als jüdische Delegation aus Deutschland mit Schwarz-Rot-Gold und Davidstern auf der Brust nach Israel einzulaufen, ist kein selbstverständliches Bild.”

MAKKABI Deutschland in Jerusalems Teddy-Stadion. Foto: MAKKABI Deutschland / Robert Poticha

 „Der Einmarsch unserer Delegation ins Teddy-Kollek-Stadion in Jerusalem war ein Moment, den viele von uns nie vergessen werden. Gerade in dieser Zeit ist die Maccabiah weit mehr als das größte jüdische Sportereignis der Welt. Sie ist ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt, Hoffnung und die Stärke der weltweiten jüdischen Gemeinschaft. Unsere Athletinnen und Athleten repräsentieren Deutschland mit Stolz und stehen zugleich für ein selbstbewusstes jüdisches Leben, für Vielfalt und für die verbindende Kraft des Sports“, so Alon Meyer, Präsident von MAKKABI Deutschland.

Die Spiele finden bis zum 13. Juli an Standorten im ganzen Land statt: in Tel Aviv, Herzliya und Ramat Gan sowie in Jerusalem und im Norden. Erstmals in der Geschichte der Makkabiah gibt es in diesem Jahr ein öffentliches Sportfestival. Maccabiah City wird vom 6. bis 10. Juli auf dem Expo-Gelände in Tel Aviv stattfinden – mit Wettkämpfen, Fan-Zonen, historischen Ausstellungen und der Möglichkeit, jüdische Athleten persönlich zu treffen. Alle Sportveranstaltungen sind kostenlos und öffentlich zugänglich.

Titelbild: Eröffnungsfeier der 22. Makkabiade im Teddy-Stadion in Jerusalem am 1. Juli 2026. Foto: Danny Maron/Flash90

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