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Gefährliche Rhetorik – Danon warnt vor den Folgen von Mamdanis Hetze

JERUSALEM, 26.07.2026 (NH) – Israels UN-Botschafter Danny Danon hat die jüngsten Äußerungen des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani scharf kritisiert und vor deren Folgen gewarnt. Mamdani hatte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in sozialen Medien und offiziellen Erklärungen unter anderem als „Kriegsverbrecher“ und „Architekten eines schrecklichen Völkermords“ bezeichnet. Danon erklärte, eine derart hasserfüllte Rhetorik bleibe nicht ohne Konsequenzen. Nur wenige Stunden nach der Verbreitung von Mamdanis anti-israelischen Videos wurden auf der Upper West Side in Manhattan zwei Männer, darunter ein Jude, bei einem Messerangriff verletzt. Der mutmaßliche Täter soll religiöse Parolen gerufen haben. Danon und Außenminister Gideon Saar stellten einen direkten Zusammenhang zwischen Mamdanis „Dämonisierung Israels“ und der Gewalt her.

Verhaftungsforderung als „politischer Stunt“ ohne Rechtsgrundlage

Mamdani sorgte für Schlagzeilen, als er die Verhaftung Netanjahus während dessen geplanter Teilnahme an der UN-Vollversammlung im September forderte. Danon bezeichnete dies als „politischen Stunt“ ohne rechtliche Grundlage. Die USA seien kein Mitglied des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), zudem hätten kommunale Behörden dafür keinerlei Befugnis. Danon forderte Mamdani auf, seine „gefährliche politische Kampagne“ sowie die Verbreitung von „Blutverleumdungen“ – gemeint sind falsche Behauptungen über Genozid und Aushungerung – einzustellen. Mamdanis „Dämonisierung Israels“ schüre Hass und gefährde Juden in New York. Statt Außenpolitik zu betreiben, solle er sich um Sicherheit und Obdachlosigkeit in seiner Stadt kümmern. Bei der UN-Generalversammlung könne er der Rede des israelischen Ministerpräsidenten zuhören und „vielleicht etwas daraus lernen“, so Danon.

Überparteiliche Kritik an New Yorks Bürgermeister

Mamdani räumte später in einer Videobotschaft ein, seine Stadtverwaltung habe keine rechtliche Grundlage für eine Festnahme Netanjahus. Zuvor hatte die New Yorker Polizei (NYPD) eine Verhaftung ohnehin ausgeschlossen. Auch in den USA stößt Mamdanis Vorgehen auf deutliche Kritik. Der demokratische Senator John Fetterman bezeichnete ihn als „Clown“ und verwies darauf, dass die USA die Autorität des IStGH nicht anerkennen. US-Präsident Donald Trump erklärte auf Truth Social, Netanjahu werde in den USA „in keiner Weise oder Form“ verhaftet. Stattdessen sollten nach seinen Worten jene zur Verantwortung gezogen werden, die den Iran in eine Spirale der Zerstörung geführt hätten.

Mamdani hält an Konfrontationskurs fest

Trotz der Kritik aus Jerusalem und Washington hält Mamdani an seinem Kurs fest. Er erklärte erneut, Benjamin Netanjahu sei in New York City „nicht willkommen“. Da eine Verhaftung rechtlich ausgeschlossen ist, kündigte das Bürgermeisterbüro an, den Aufenthalt des israelischen Ministerpräsidenten und seiner Delegation durch umfangreiche Proteste während der UN-Vollversammlung so unangenehm wie möglich zu gestalten. Auch die parteiübergreifende Kritik in den USA hat bislang nicht zu einem Kurswechsel geführt.

Titelbild: Israels UN-Botschafter Danny Danon spricht während einer Sitzung am UN-Hauptquartier in New York City am 20. März 2025. Foto: Liri Agami/Flash90

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