
Verteidigungsminister Katz ordnet unbefristeten Verbleib der Armee in Sicherheitszone im Libanon an
JERUSALEM 13.08.2026 (LS) – Verteidigungsminister Israel Katz hat der israelischen Armee (IDF) einen klaren Befehl erteilt: Israel bleibt in den Sicherheitszonen im Südlibanon – ohne Zeitlimit, ohne Wenn und Aber, und notfalls auch gegen ausdrücklichen Druck Washingtons.
„Die Soldaten drinnen, die Bevölkerung draußen“
„Der Premierminister und ich führen eine klare Politik: Die IDF bleibt ohne Zeitlimit in den Sicherheitszonen im Libanon, Syrien und Gaza – um die Grenze und die israelischen Gemeinden vor dschihadistischen Elementen zu schützen“, erklärte Katz. „Das Gebiet wird von lokalen Bewohnern geräumt, und die gesamte Terrorinfrastruktur – ober- und unterirdisch – wird zerstört, einschließlich der Häuser in den Grenzdörfern, die als Terrorstützpunkte dienten.“
Katz machte klar: 200.000 libanesische Einwohner werden nicht in die Sicherheitszone zurückkehren. „Was in der Vergangenheit in Sicherheitszonen mit ziviler Bevölkerung passiert ist, waren Sprengfallen und Angriffe gegen Soldaten. Die Soldaten sind drinnen, die Bevölkerung ist draußen, die Infrastruktur ist zerstört. Wir ziehen uns nicht zurück.“
„Menschen sollten nicht den Atem anhalten und warten, von wo Israel als nächstes im Libanon abzieht, denn das wird nicht passieren, solange die Hisbollah nicht entwaffnet ist. Wir haben keine territorialen Ambitionen im Libanon. Aber bis zur Entwaffnung der Hisbollah ziehen wir keinen Millimeter zurück.“ Das Halten der Sicherheitszonen sei „eine der größten Errungenschaften der IDF in diesem Krieg“ und eine direkte Konsequenz aus dem 7. Oktober. Nie wieder soll eine Terrororganisation ungehindert an Israels Grenze aufrüsten können.
USA üben scharfe Kritik
Die US-Regierung äußerte am Mittwoch scharfe Kritik an den öffentlichen Äußerungen des israelischen Verteidigungsministers. „Die Vereinigten Staaten erwarten von allen Parteien, dass sie sich im Einklang mit dem von ihnen vereinbarten Rahmenabkommen verhalten, und Israel hat eindeutig erklärt, dass es keine territorialen Ambitionen im Libanon hegt. Eine dauerhafte militärische Präsenz im Südlibanon steht weder im Einklang mit den im Rahmenabkommen eingegangenen Verpflichtungen noch mit dem langfristigen Frieden und der Sicherheit beider Staaten“, so ein Vertreter.
Jerusalem will die Libanon-Frage zudem klar von den US-Iran-Verhandlungen getrennt halten und lehnt es ab, dass das Atomabkommen mit Teheran mit einem israelischen Rückzug aus dem Südlibanon verknüpft wird. Katz warnte den Iran direkt: „Wenn der Iran Israel wegen der Ereignisse im Libanon angreift, werden wir ihn mit voller Kraft treffen.“ Er fügte hinzu: „Wir sind nur unseren Bürgern und der Sicherheit des Staates Israel verpflichtet.“
Titelbild: Verteidigungsminister Israel Katz bei einer Gedenkfeier an der Klagemauer. Foto: Chaim Goldberg/Flash90