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Israelische Armee nimmt Helfer bei illegaler Olivenernte in sicherheitskritischem Gebiet in Judäa fest

JERUSALEM 22.10.2026 (LS) – Israelische Soldaten und Polizisten haben am Mittwoch rund 90 freiwillige Helfer bei einer nicht genehmigten Olivenernte im sogenannten Westjordanland festgenommen. In dem betreffenden Gebiet werden Ernten aus Sicherheitsgründen mit israelischen Behörden abgesprochen. Unter den Festgenommenen befand sich der linksradikale New Yorker Kongresskandidat Brad Lander, ein Unterstützer des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani. Er wurde inzwischen wieder freigelassen.

Militär erklärt Gebiet zur geschlossenen Zone

Nach Angaben der Organisation „Rabbis for Human Rights“ waren die Helfer im Dorf Nahalin nahe Bethlehem tätig, um palästinensische Bauern bei der Ernte ihrer Oliven zu unterstützen. Die Organisation behauptete, die betroffenen Landwirte hätten ihre Olivenhaine in diesem Gebiet seit drei Jahren nicht mehr ungehindert erreichen können.

Die israelischen Streitkräfte (IDF) trafen nach Darstellung der Aktivisten etwa zwei Stunden nach Beginn der Ernte ein und erklärten das Gelände zur geschlossenen Militärzone. Die Helfer hätten sich laut der Organisation den Anweisungen gefügt und sich bereit erklärt, das Gebiet zu verlassen. Dennoch seien sie festgenommen und zur Überprüfung ihrer Personalien abgeführt worden.

Brad Lander, der früher als Finanzkontrolleur der Stadt New York tätig war, hatte bereits vor seiner Festnahme über seinen Einsatz berichtet. Er erklärte, die Reise solle dazu beitragen, die Olivenernte zu schützen und auf die Situation palästinensischer Gemeinden aufmerksam zu machen. Lander kritisierte die Festnahme öffentlich. Die israelische Besatzung sei ein Verbrechen nach internationalem Recht, erklärte er sinngemäß, während die Olivenernte selbst keine Straftat sei.

Bereits 100 koordinierte Olivenernten

Die israelischen Streitkräfte stellten klar, die Olivenernte in der Nähe von Beitar Illit in Judäa sei nicht genehmigt gewesen. Nach Angaben des Militärs erfordert die Ernte in diesem Gebiet eine vorherige Abstimmung mit den israelischen Behörden, um die Sicherheit zu gewährleisten und die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten. Da die Teilnehmer die erforderliche Genehmigung nicht eingeholt hatten, sahen sich Soldaten der IDF, Kräfte der Grenzpolizei und Polizeibeamte zum Eingreifen veranlasst.

Das Militär betonte, in dieser Saison hätten in Judäa und Samaria bereits etwa 100 koordinierte Olivenernten stattgefunden, bei denen Dutzende Tonnen Oliven ohne außergewöhnliche Zwischenfälle geerntet worden seien. Dem Grundstückseigentümer wurden Kontaktdaten zur Verfügung gestellt, um eine zukünftige Ernte zu vereinbaren, während die IDF erneut darauf hinwies, nur autorisierte Erntehelfer dürften die ausgewiesenen landwirtschaftlichen Flächen in dem betreffenden Gebiet betreten.

Lander wurde nach seiner Identifizierung als Kandidat für den US-Kongress mit einer Verwarnung freigelassen. Andere Festgenommene blieben zunächst zur Befragung und zur Bearbeitung ihrer Fälle in Gewahrsam. Die Behörden prüften den Vorfall in Abstimmung mit weiteren staatlichen Stellen.

Titelbild: Freiwillige von „Rabbis for Human Rights“ in Judäa am 21. Oktober 2026. Foto: RABBIS FOR HUMAN RIGHTS‏

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