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Israelische Kampfjets simulieren im Rahmen einer Militärübung das Kriegsszenario mit dem Iran – Die größte Simulation seit Jahrzehnten

JERUSALEM, 02.06.2022 (NH) – Das iranische Atomprogramm stellt für Israel eine existenzielle Bedrohung dar. Teheran macht keinen Hehl aus seinen satanischen Plänen und spricht offen über den Wunsch der Vernichtung des zionistischen Staates. Volksbekundungen und militärische Machtdemonstrationen unterstreichen die antiisraelische Politik des Regimes.

Stockendes Atomabkommen könnte Israel zu Präventivschlag zwingen

Nachdem Israels Verteidigungsminister Benny Gantz vor zwei Wochen bekannt gab, dass sich der Iran auf die Fertigstellung eine Atombombe zubewegt, ist der jüdische Staat nicht länger bereit, auf seine große Schwester, die Vereinigten Staaten und das Atomabkommen von 2015 zu warten. Israel übt sich inzwischen in der Selbstverteidigung. Bereits Anfang 2021 hatte Israels Militärstabschef die Armee dazu angewiesen, neue Angriffspläne gegen den Iran auszuarbeiten. Das stockende Atomabkommen habe die Pläne beschleunigt.

Ein Sprecher der israelischen Armee gab jetzt bekannt, dass Dutzende Kampfjets im Rahmen der Militärübung „Chariots of Fire“, zu deutsch “ Streitwagen des Feuers“ am Dienstagabend Luftangriffe auf iranische Nuklearanlagen simulierten. Die Übung über dem Mittelmeer umfasste Langstreckenflüge, Angriffe tief in feindlichem Gebiet und Luftbetankungsmissionen. Die Luftwaffensimulation sollte nicht nur weitreichende Multi-Arena-Kriegsszenarien abdecken, sondern auch den Kampf gegen Terrorgruppen und Evakuierung verwundeter Truppen üben. Laut dem israelischen Fernsehkanal N13, nahmen mehr als 100 Flugzeuge sowie U-Boote der israelischen Marine an der groß angelegten Übung Teil. Der Bericht legt offen, dass die Kampfjets während der Militärübung zweimal betankt wurden, nachdem sie Zypern umkreist und Scheinluftangriffe in Israel geflogen haten. Für den Notfall standen Teams der Elite-Rettungseinheit 669 bereit.

Iran arbeitet weiter an der Atombombe

Tatsächlich sammelt der Iran weiterhin „irreversibles Wissen und Erfahrung in der Entwicklung, Forschung, Produktion und dem Betrieb fortschrittlicher Zentrifugen“, so Benny Gantz. Inzwischen habe der Iran mehr als 60 Kilogramm 60-prozentig angereicherten Urans produziert. Das bedeutet, das Regime sei innerhalb kürzester Zeit in der Lage, einen Atomsprengkopf herzustellen, der Israel auslöschen könne.

Gantz zeigte sich besorgt über die Entwicklung operativer Systeme in der gesamten Region. Teheran verfüge inzwischen über präzise Marschflugkörper, Boden-Boden-Raketen, unbemannte Luftfahrzeuge und Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von 1100 Kilometern. „Die Anzahl an strategischen Waffen in den Händen iranischer Militärs hat im vergangenen Jahr deutlich zugenommen“, erklärt Benny Gantz.

Regime versucht, Israels Feinde zu stärken

Der israelische Verteidigungsminister hob auch hervor, dass iranische Revolutionsgarden mehrmals versucht hätten, Drohnen, die mit Ausrüstungen für Terrororganisationen bestückt waren, zu starten. „An die Flugobjekte waren Fallschirme angebracht. Wir schätzen, dass das Ziel war, sie im Gazastreifen oder im sogenannten Westjordanland landen zu lassen, um dort von Terrororganisationen eingesammelt zu werden“, erklärte Gantz. Die Drohnen wurden jedoch rechtzeitig auf irakischem Gebiet abgefangen. In Syrien hat der Iran einen Verbündeten gegen die Zionisten gefunden. So wird von syrischem Territorium aus versucht, Präzisionswaffen zu transferieren und herzustellen. Gantz versichert, dass die israelische Armee die feindlichen Bemühungen weiterhin unterbinden und „jedem einen schweren Schlag versetzen wird, der die Bürger Israels und der Region bedroht.“

Die aktuelle Militärsimulation ist die größte Übung israelischer Streitkräfte seit Jahrzehnten und soll noch bis zum 3. Juni andauern.

Titelbild: Piloten der israelischen Luftwaffe auf dem Weg zu ihren Jets auf Luftwaffenstützpunkt Ovda im Süden Israels. Foto: Olivier Fitoussi / Flash90

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