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Zweites Jerusalemer Terroropfer erliegt seinen Verletzungen – aber wo sind die Täter?

JERUSALEM, 27.11.2022 (LS) – Ein weiteres Opfer des Bombenanschlags ist am Samstag in Jerusalem seinen Verletzungen erlegen, womit die Zahl der Todesopfer auf zwei gestiegen ist. Tadese Tashume Ben Ma’ada war am Mittwochmorgen bei der Explosion an einer Bushaltestelle am Stadteingang Jerusalems schwer verletzt worden.

Vater von sechs Kindern

Ben Ma’ada, 50, wanderte vor 21 Jahren aus Äthiopien nach Israel ein. Er hinterlässt eine Frau und sechs Kinder. Der designierte Premierminister Benjamin Netanjahu übermittelte der Familie sein Beileid und lobte die medizinischen Teams, die ihn behandelt hatten.

„Letzte Woche habe ich seine hingebungsvolle Familie besucht, die ihn in Liebe gehüllt hat. Ich traf die Ärzte, die tapfer um sein Leben gekämpft haben. Ich umarme die Familie in dieser schweren Stunde. Möge er in Frieden ruhen“.

Der 50-jährige Tadasa Tashume Ben Ma’ade wurde bei dem tödlichen Bombenanschlag am Eingang von Jerusalem schwer verletzt. Er erlag am Samstag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Foto: privat
Wo sind die Täter?

Die Polizei vermutet, dass die Explosionen an zwei Bushaltestellen durch nahezu identische, ferngezündete Sprengsätze verursacht wurden, die hinter den Bushaltestellen in Büschen versteckt waren. Die Sprengsätze waren mit Nägeln gespickt, um die Zahl der Opfer zu maximieren, wie die Polizei mitteilte.

Die Fahndung nach den Bombenlegern hat bisher anscheinend keine Fortschritte gemacht, zumindest wurde den Medien nichts bekannt. Auch hat sich bisher keine Terrorgruppe zu den Anschlägen in Jerusalem bekannt. Vorerst verhängten die Behörden eine Nachrichtensperre, um ungestört ermitteln zu können.

Sicherheitsdienste gehen davon aus, dass es sich um mehrere Terroristen handelte, die diesen Anschlag sehr lange geplant hatten. Sie kannten das Gebiet um den Busbahnhof anscheinend sehr gut und beobachteten es mit einer Videokamera, um einen passenden Moment für die Fernzündung ihrer Bombe zu wählen.

Am Samstagmorgen wurde eine weitere Bombe in Jerusalem vermutet. Daraufhin wurde die Stadt für mehrere Stunden abgesperrt. Schließlich zeigte sich jedoch, dass es sich bei dem verdächtigen Gegenstand nicht um eine Bombe handelte und die Hauptstadt konnte wieder zu ihrem normalen Alltag zurückkehren.

Titelbild: Spezialeinheiten der Polizei in der Jaffa-Straße in Jerusalem. Die Suche nach den Terorristen läuft auf Hochtouren. Foto: Yonatan Sindel/Flash90

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