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Eritreer rettete am 7. Oktober das Leben eines Offiziers – und erhält eine israelische Daueraufenthaltsgenehmigung

JERUSALEM, 28.11.2023 (NH) – Israels Innenminister Moshe Arbel hat einem eritreischen Staatsbürger bei einer feierlichen Zeremonie die israelische Niederlassungserlaubnis überreicht. Mulugeta Tsagai hatte am 7. Oktober in einer heldenhaften Tat das Leben von Oberstleutnant Y. gerettet, nachdem dieser von Hamas-Terroristen angeschossen worden war. „Es ist das Mindeste, was wir tun können!“, so der israelische Minister. 

Heldenhafter Lebensretter 

Die Invasion der Hamas am 7. Oktober forderte mehr als 1.200 Menschenleben, weitere 5.000 wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Unter den Verletzten befand sich auch Oberstleutnant Y., Kommandeur der nördlichen Brigade in Gaza. Doch dank der mutigen Hilfe eines Passanten überlebte der Leutnant das blutige Massaker. 

Der Soldat berichtete, dass er am Morgen des Schwarzen Schabbat einen mit Terroristen beladenen weißen Lieferwagen durch die Stadt Sderot fahren sah. Sie trafen auf Leutnant Y. und schossen aus nächster Nähe auf den ihn. Der Offizier wurde lebensgefährlich verletzt und verlor das Bewusstsein. Minuten später erwachte der verwundete Soldat und erblickte einen eritreischen Passanten, der versuchte, die schwere Blutung in seinem Bauch zu stoppen. Der Unbekannte versprach dem Leutnant ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben: „Ich bleibe bis zum Ende bei Dir.“ Die beiden Männer lagen über Stunden zusammen in einem Graben, umringt von Terroristen, die in diesen Stunden das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels anrichteten.

Erst Stunden später konnten Y. und sein Lebensretter in einem Privatfahrzeug gerettet und ins Krankenhaus gebracht werden.

Mulugeta Tsagai ist ein Held. Er riskierte sein eigenes Leben, um das seines Nächsten zu retten. Foto: Bürosprecher

Dankbarkeit ist ein jüdischer Wert höchsten Ranges“

Nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus bedankte sich der Offizier bei seinen Helfern. Er appellierte an den israelischen Innenminister und bat, den Aufenthaltsstaus seines eritreischen Lebensretters dauerhaft zu regulieren.

Israels Innenminister Moshe Arbel war von Mulugatas Heldentat gerührt. Der Minister beschloss, dem ausländischen Helden als Zeichen der Dankbarkeit und Wertschätzung eine dauerhafte Residenz in Israel zu gewähren. Am Sonntag wurde dem Helfer in einer feierlichen Zeremonie die Niederlassungserlaubnis sowie ein israelischer Personalausweis überreicht.

„Der 7. Oktober ist eine Katastrophe, die das ganze Land getroffen hat“, so Minister Arbel. „Das Mindeste, was wir tun können, um denjenigen zu danken, die ihr Leben riskiert haben, um das Leben eines Armeeoffiziers zu retten, ist, Mulugeta die Möglichkeit zu geben, hier in Würde zu leben. Dankbarkeit ist ein jüdischer Wert höchsten Ranges.“

Titelbild: Der Offizier überlebte den grausamen Angriff der Hamas dank seines eritreischen Lebensretters. Foto: Bürosprecher

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