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***FREIGELASSEN*** Die Gesichter & Geschichten hinter den Geiseln – Rom Braslavski

JERUSALEM, 07.12.2023 (LS) – Wir wollen den Geiseln in Gaza ein Gesicht geben und ihre Geschichte erzählen. Wir wollen gemeinsam unseren Alltag für ein paar Minuten anhalten und für die Heimkehr eines jeden Einzelnen beten.

„Wer auch nur ein Leben rettet, rettet die ganze Welt“ (Mischna, Sanhedrin 4:5)

Rom Braslavski (19), Jerusalem

Rom Braslavski arbeitete als Wachmann auf der Supernova-Party in der Wüste, als er am 7. Oktober von Hamas-Terroristen gefangen genommen wurde.

Der Jerusalemer war einer von mehreren Sicherheitsleuten auf der Party, die versuchten, anderen zu helfen und sie zu retten, als die Terroristen in den frühen Morgenstunden einen Angriff auf die Veranstaltung starteten.

Gegen 10:30 Uhr meldete er sich bei seiner Mutter und teilte ihr mit, es ginge ihm gut. Er befände sich in einem sicheren Raum und werde in ein paar Stunden zu Hause sein.

Rom brachte an diesem Morgen mehrere junge Frauen in Sicherheit und wurde dann an beiden Händen verwundet, wie andere Überlebende berichten.

Er versuchte die ganze Zeit über, andere zu retten. Zuletzt wurde er um 13.30 Uhr gesehen, als er einer jungen Frau half, aus einem Müllcontainer, in dem sie sich versteckt hatte, an einen sichereren Ort zu gelangen. Er brachte sich nicht selbst in Sicherheit, sondern half, solange er konnte. Jedes Mal, nachdem er Menschen aus der Gefahrenzone gebracht hatte, flüchtete er nicht mit ihnen, sondern ging zurück, um mehr Menschen zu holen.

Sein Bruder Amit erzählt, eine junge Frau habe ihn nach dem Massaker angerufen und ihm erzählt, sein Bruder habe ihr Leben gerettet. Rom half ihr mit einem Lächeln auf dem Gesicht und beruhigte sie: „Mach Dir keine Sorgen. Ich kümmere mich um Dich. Du wirst in Ordnung sein.“

Niemand, der Rom kennt, wird über sein Verhalten am sogenannten Schwarzen Schabbat überrascht sein, so Amit: „Das ist Rom. Er denkt immer daran, wie er anderen helfen kann.“

Einige Tage später erhielt Roms Familie die Nachricht, er werde von der Hamas als Geisel in Gaza gehalten.

Rom, wir beten für Deine Rückkehr.

*** UPDATE***

Im Rahmen eines Geiselabkommens haben die Terrororganisationen Hamas, Islamischer Dschihad und weitere Terrormilizen am 13. Oktober 2025 die restlichen 20 lebenden israelischen Geiseln nach mehr als 739 Tagen freigelassen. Die Übergabe fand an zwei verschiedenen Orten im Gazastreifen statt. Matan Angrest, Yosef Chaim Ohana, Matan Zangauker, Ariel Cunio, David Cunio, Elchanan Buchbot, Bar Kuperstein, Evyatar David, Guy Gilboa Dalal, Maxim Herkin, Avinatan Or, Eitan Mor, Ziv und Gali Berman, Omri Miran, Rom Braslavski, Eitan Horn, Segev Kalfon, Nimrod Cohen und Alon Ohel kehrten am Morgen ohne eine propagandistisch aufgeladene Zeremonie nach Israel zurück. Auf einer Militärbasis nahe der Grenze zum Gazastreifen konnten sie ihre Familien in die Arme schließen. Willkommen zuhause.

Nun erwartet Israel die Freigabe aller sterblichen Überreste von 28 Israelis, die am 7. Oktober massakriert und entführt oder in Gefangenschaft hingerichtet wurden.Im Rahmen des Abkommens ist Israel verpflichtet, 1.950 Terroristen freizulassen, darunter 250 Massenmörder mit mehrfachen lebenslänglichen Haftstrafen.

Foto: Forum der Familien und Freunde von Hunderten von unschuldigen Entführten, die von der Hamas als Geiseln genommen wurden.
Foto: Forum der Familien und Freunde von Hunderten von unschuldigen Entführten, die von der Hamas als Geiseln genommen wurden.

Titelbild: Rom Braslavski. Foto: privat

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