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Israelischer Lehrer und dessen Nachbar werden der Hamas-Kollaboration beschuldigt  

JERUSALEM, 12.02.2024 (NH) – Der Inländische Geheimdienst hat in Zusammenarbeit mit der israelischen Polizei zwei israelische Araber verhaftet, die enge Beziehungen zur regierenden Terrororganisation in Gaza haben. Die beiden Verdächtigen sammelten nicht nur Terrorgelder und spionierten in Israel für die Hamas, sondern planten einen gemeinsamen Terrorangriff in der Hauptstadt. Jetzt wurde Anklage gegen die beiden Araber erhoben. Tatsächlich handelt es sich bei den Angeklagten nicht um die einzigen Kollaborateure. In den letzten zwei Jahren wurden Dutzende israelischer Araber wegen ihrer Zusammenarbeit mit der Hamas verhaftet.

Israelischer Lehrer und Imam

Der Hauptverdächtige Rami H., Einwohner der arabischen Gemeinde Ein Mahil, fünf Kilometer östlich von Nazareth, gab in seinem Verhör an, israelische Araber für Terroranschläge rekrutiert und einem Hamas-Terroristen Fotos einer israelischen Sicherheitseinrichtung mit entsprechendem GPS-Standort ausgehändigt zu haben. Die Einrichtung hätte daraufhin zum Ziel von Hamas-Raketen werden sollen. Der 43-jährige Verdächtige agiert als Lehrer und freiwilliger Imam in der Moschee der Stadt.

Der Anklageschrift zufolge reiste Rami H. im Jahr 2022 mit einer humanitären Hilfsdelegation in die Türkei. Auf der Reise habe er mit zwei Hamas-Aktivisten Kontakt aufgenommen. Die Verbindung zur Terrororganisation hielt bis zu seiner Verhaftung an. Einen weiteren Hamas-Terroristen lernte der Lehrer im vergangenen Jahr kennen. Im Rahmen dieser Terror-Bekanntschaft hat H. der Organisation Zehntausende von Schekel zur Unterstützung ihrer Terroraktivitäten in der nördlichen Region zukommen lassen.

Geplantes Attentat und Teilnahme am Massaker

Vor Ausbruch des jüngsten Gazakrieges und dem brutalen Massaker der Hamas plante der 43-jährige Terror-Gehilfe, in den Süden des Landes zu reisen und sich der Organisation anzuschließen. Dafür bat er über einen Telegram-Chat um Aufnahmen ihres „geheimen Sicherheitsortes“. Weiter heißt es in der Anklageschrift, „der Verdächtige hatte die Absicht, Israel zu schaden und die Hamas in ihrem Krieg gegen Israel zu unterstützen“.

Nach Ausbruch des Krieges in der Enklave plante der Lehrer eine Schussattacke in Jerusalem. Für seinen blutigen Plan wandte er sich an seinen Nachbarn, der ebenfalls seine Wut über die Kämpfe in Gaza und seine Terror-Bereitschaft zum Ausdruck brachte. Der 35-jährige Handlanger war bereit, gemeinsam mit H. einen Terroranschlag zu verüben und die benötigten Waffen für die Attacke zu organisieren.

Das israelische Bildungsministerium gab bekannt, dass „der verdächtige Lehrer bei den örtlichen Behörden angestellt ist, seit seiner Verhaftung jedoch nicht mehr an der Schule unterrichtet“.

Das israelische Sicherheitsbehörde veröffentlichte in einer Erklärung „weiterhin jede Beteiligung israelischer Bürger an Aktivitäten, die die Sicherheit des Staates gefährden, sehr ernst zu nehmen“ und alle „ihnen zur Verfügung stehenden Mittel einzusetzen, um die Bedrohungen innerhalb der israelischen Gesellschaft zu vereiteln“.

Titelbild: Hamas-Anhänger an einem Solidaritäts-Protest der Hamas. Foto: Wisam Haslmaoun/Flash90

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