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Ursprünglicher Hamas-Plan am 7. Oktober: Stürmung israelischer Gefängnisse und Freilassung ranghoher Terroristen

JERUSALEM, 21.02.2024 (NH) – Am Schwarzen Schabbat des 7. Oktober hat das palästinensische Terrorregime geplant, das israelische Schikma-Gefängnis in der Nähe von Aschkelon zu stürmen und Hunderte palästinensische Sicherheitsgefangene zu befreien. Das berichtete die in London erscheinende saudische Tageszeitung „Asharq Al-Awsat“ am Dienstag. Das blutige Komplott hätte von Nukhba-Terroristen ausgeführt werden sollen, doch der Plan scheiterte an einem Navigationsfehler.

Navigationsfehler führt Mordkommando nach Sderot

Nach dem saudischen Bericht soll das Vorhaben, das israelische Zentralgefängnis zu stürmen, sehr „sorgfältig und detailliert“ geplant worden sein. Das Killer-Kommando erhoffte, Israel so einen weiteren schweren Schlag versetzen zu können.

Dem Schlachtplan zufolge war zunächst der Durchbruch des Gefängnis-Haupttores mit Panzerabwehr- und Flugabwehrraketen beabsichtigt. Auf ein Signal der Nukhba-Terroristen hin hätte die Übernahme der Einrichtung gleichzeitig mit massivem Raketenbeschuss aus Gaza begleitet werden sollen. Auf das verabredete Signal zum Start des Raketenbombardements wartetet man in Gaza jedoch vergeblich.

Asharq Al-Awsat gegenüber sollen Quellen, die der Hamas-Führung nahestehen, enthüllt haben, dass die Nukhba-Truppe, die für die Gefängnis-Invasion zuständig war, aus 23 Terroristen bestand. Eine zweite Einheit war unterstützend mit dem Massaker in einem nahegelegenen Militärstützpunkt beauftragt – auch diese Terrorinvasion missglückte.

Kibbuz Netiv Ha’Asara und Sderot fielen den Terroristen zum Opfer

Der Reportage in der arabischsprachigen Tageszeitung zufolge durchbrachen die Nukhba-Terroristen den Grenzzaun und erreichten auf dem Weg nach Ashkelon den Kibbuz Yad Mordechai. Dort stießen sie auf israelische Streitkräfte. Trotz hoher Verluste gelang es den israelischen Sicherheitskräften, den Angriff abzuwehren. Aus unbekannten Beweggründen wich das Terror-Kommando daraufhin von seinem ursprünglichen Plan ab und kehrte Richtung Süden, in den Kibbuz Netiv Ha’Asara zurück. Den Hamas-Kämpfern gelang es, den Kibbuz zu infiltrieren und 22 Israelis zu töten.

Später erreichten die Nukhba-Terroristen die Stadt Sderot. Das Hamas-Kommando wurde daraufhin angewiesen, so lange wie möglich in der Stadt zu verharren. Die Mördertruppe lieferte sich infolgedessen tagelange Gefechte mit der örtlichen Polizei und dem dort stationierten Militär. Die Nukhba-Kämpfer besetzte die Polizeistation der Stadt und ermordetet mindestens 35 Polizisten. Während der Massaker in Sderot wurden mindestens 80 Israelis ermordet, darunter eine Gruppe von Rentnern, die auf dem Weg zum Toten Meer waren.

Titelbild: Mitglieder des israelischen Strafvollzugsdienstes in einem Gefängnis im Süden des Landes neben Hamas-Terroristen, die während des blutigen Oktober-Massakers und während der Militär-Operation in Gaza verhaftet wurden. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

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