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Krieg den Ungläubigen – IS fordert Anhänger auf, Christen und Juden anzugreifen

JERUSALEM 02.04.2024 (LS) – Der Islamische Staat fordert seine Anhänger auf, als einsame Wölfe Anschläge gegen Christen und Juden in den Vereinigten Staaten, Europa und Israel zu verüben.

In einer 41-minütigen Audioansprache mit dem Titel „Bei Allah, diese Sache wird möglich gemacht“ lobte der Sprecher des Islamischen Staates, Abu Hudhayfah al-Ansari, den tödlichen Anschlag in Moskau und rief zu mehr Gewalt auf, um den zehnten Jahrestag der Ausrufung des Kalifats im Irak und in Syrien durch die islamistische Terrororganisation im Jahr 2014 zu feiern. Nach dem Terroranschlag in Moskau sollen jetzt auch Ziele in Europa und den USA ins Visier genommen werden.

War es wirklich der IS?

Mindestens 143 Menschen wurden am 22. März in Moskau getötet. Es ist zu befürchten, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte. Der Islamische Staat bekannte sich zu dem Anschlag, aber einige Experten bezweifeln, dass die Gruppe in der Lage war, aktiv an der Organisation eines solchen Großangriffs mitzuwirken.

In der Zwischenzeit hat der russische Geheimdienst die USA, das Vereinigte Königreich und die Ukraine beschuldigt, hinter dem Anschlag zu stecken, was die Bemühungen der Behörden unterstreicht, die Tragödie für politische Zwecke zu nutzen.

Angeblich soll der Iran den Kreml vor diesem Anschlag gewarnt haben.

Weltweiter Dschihad

Der IS hatte den Iran im Januar angegriffen und dort ebenfalls fast 100 Menschen getötet. Auch hier übernahm die Terrororganisation die Verantwortung, die sich ISIS-K nennt, benannt nach einem alten Begriff für eine Region, die Teile Irans, Turkmenistans und Afghanistans umfasste. Diese Gruppe tauchte Ende 2014 im Osten Afghanistans auf und erwarb sich schnell den Ruf extremer Brutalität.

An den Anschlägen in Kerman und in der Nähe von Moskau waren jeweils tadschikische Staatsangehörige beteiligt. Sicherheitsexperten zufolge hat ISIS-K aggressiv aus der verarmten ehemaligen Sowjetrepublik Tadschikistan rekrutiert.

Der Islamische Staat hegt einen heftigen Hass auf die Schiiten, die im Iran vorherrschende Sekte. Schiiten sind auch das Ziel der Angriffe des IS-Ablegers in Afghanistan. Die Hardliner unter den sunnitischen Muslimen betrachten die Schiiten als Abtrünnige.

Titelbild: Terroristen könnten nun auch Anschläge in Europa und den USA planen. Foto: Abed Rahim Khatib/Flash90

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