
Schabbat-Duft: Traditionelle Rezepte zum Nachkochen (143): Ugat Sushi – Sushi-Kuchen
von Nadine Haim Gani
JERUSALEM, 03.10.2025 – Da die israelische Küche genauso bunt ist wie ihre Bewohner, haben sich auch Gerichte mit asiatischem Touch etabliert. Die weltbekannten Reis-Fisch-Röllchen aus Japan sind auch bei meinen Kindern sehr beliebt. Dabei sei angemerkt, dass bei uns nur Sushi mit gebackenem oder gebratenem Fisch verzehrt wird. Aus diesem Grund haben wir uns vor einiger Zeit an Sushi-Schüsselchen gewagt. Da das Gericht ein großer Erfolg war und aus unserer Küche nicht mehr wegzudenken ist, gibt es nun ein neues Rezept: einen Sushikuchen, der für neuen Pepp an den kommenden Sukkot-Feiertagen sorgt. Da wir keine japanischen Sushi-Künstler sind, haben wir uns für eine sehr einfache Variante dieses fernöstlichen Kuchens entschieden. Einfach eine rechteckige Backform mit Backpapier auslegen, den Sushireis und die Zutaten vorbereiten und alles nacheinander in der Form schichten!
Unser Sushiküchlein ist im Vergleich zu normalen Sushirollen daher sehr schnell zubereitet und überzeugt dennoch geschmacklich. Das Küchlein eignet sich nicht nur als Hingucker am Schabbat, als perfektes Abendessen oder für einen hippen Brunch, sondern kann auch als romantischer Snack zu zweit überraschen. Wir wollen Ihnen dieses tolle Gericht nicht vorenthalten und haben die Zubereitung für Sie zusammengefasst. Los geht’s!
- Kochzeit: 3 Stunden / Keine Angst: mindestens 2 Stunden Ruhezeit
- Portionen: 1 Sushikuchen á 30 x 11 cm
- Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten

Zutaten:
Für den Reis:
- 320 gr Glas Sushireis
- 540 ml kaltes Wasser
- 4 EL Reisessig
- 2 TL Zucker
- 2 TL Salz
Für den Fisch:
- 600 gr Lachs
- 1 EL Öl
- 3 EL Soja Soße
- 1 EL Ahornsirup
- 2 TL Sesamöl
- 1 EL Maisstärke
Für den Kuchen:
- 3 Noriblätter
- 2 kleine Avocado, ca. 300 gr
- 1 kleine Süßkartoffel, ca 300 gr
- 3 Frühlingszwiebeln
- 1 Noriblatt zur Dekoration
Was wird noch benötigt:
- 2 Streifen Backpapier für eine Backform
- Eine Kuchen-Backform á 30 x 11 cm

Zubereitung:
Und so geht’s:
Zunächst bereiten wir den Reis zu.
Dafür geben wir ihn in ein Sieb und spülen ihn unter fließendem Wasser, bis das Wasser klar bleibt. Anschließend den Reis in eine Schüssel mit Wasser geben und 15 Minuten stehen lassen.
Danach geben wir in einen kleinen beschichteten Topf 540 ml kaltes Wasser und den sauberen Reis.
Das Wasser aufkochen und kurz umrühren.
Die Hitze auf die niedrigste Stufe reduzieren und den Reis ca. 20 Minuten kochen (oder bis das Wasser vollständig verkocht ist). Während des Kochens den Deckel geschlossen halten! Sobald der Reis gar ist, den Topf vom Herd nehmen und 15 Minuten ruhen lassen – auch hier wird der Deckel nicht geöffnet.
In einem hitzebeständigen Glas Essig, Zucker und Salz verrühren und ca. 60 Sekunden in der Mikrowelle erhitzen (wir haben die Essigmischung dreimal 20 Sekunden lang erhitzt und zwischendurch immer wieder umgerührt).
Die Essigmischung gleichmäßig über den Reis gießen und mit einem Holzlöffel vorsichtig unterheben.
Normalerweise lässt man den Reis nun einige Stunden ruhen.
Wir verteilen den Reis jedoch in einer großen, breiten Schüssel und stellen ihn für 10 bis 20 Minuten in den Kühlschrank.

Solange der Reis ruht, widmen wir uns den übrigen Zutaten.
Die Süßkartoffel: Das Gemüse schälen, in dünne Scheiben schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Mit den Fingerspitzen mit etwas Öl einreiben und bei 180 Grad Umluft im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Stufe etwa 20–30 Minuten grillen. Die Backzeit kann je nach Backofen variieren.
Der Lachs: Den Fisch gründlich waschen und trockentupfen. In kleine Würfel schneiden und in einer beschichteten Pfanne mit 1 EL Öl etwa 5–6 Minuten anbraten. Während der Fisch brutzelt, wird die Marinade zubereitet. Dafür in einer kleinen Schüssel Sojasoße, Ahornsirup, Sesamöl und Maisstärke gründlich vermischen. Die Mischung über den Fisch geben und 1–2 Minuten weitergaren. Die Pfanne vom Herd nehmen und den Fisch beiseitestellen.
Die Avocado: Die Frucht schälen, in dünne Scheiben schneiden und für die weitere Verwendung zur Seite stellen.
Die Zwiebel: Die grünen Gemüsestangen waschen und ebenfalls in dünne Rädchen schneiden.

Sind alle Zutaten vorbereitet, schichten wir unseren Sushi-Kuchen.
Eine Kuchenbackform mit zwei zugeschnittenen Scheiben Backpapier auslegen. Ein Streifen Backpapier kommt auf den Boden, der zweite wird an den Seiten entlang nach oben gelegt.
Den Reis in der Schüssel visuell in drei Portionen aufteilen. So wird das Portionieren und Schichten vereinfacht.
Die erste Reisportion gleichmäßig in der Kuchenform verteilen und flachdrücken.

Das erste Noriblatt zuschneiden und über den Reis legen.

Die Fischwürfel und die Zwiebelringe auf dem Noriblatt verteilen und mit dem zweiten Algenblatt abdecken.

Das gesamte Noriblatt mit den Avocadostreifen auslegen.

Das dritte Noriblatt schließt die Schicht.
Das dritte Algenblatt mit den Süßkartoffelscheiben auslegen, die letzte Reisschicht darauf drücken und mit einem weiteren Noriblatt abschließen.
Die Hände etwas anfeuchten und den Kuchen gut festdrücken.

Er sollte für mindestens 2 Stunden, besser jedoch für 10 Stunden, zum Ruhen in den Kühlschrank kommen. Bereits nach zwei Stunden kann der Sushi-Block auf einen Teller gestürzt werden, doch geschmacklich schmeckt das Gericht am darauffolgenden Tag am besten.
Nach der Ruhezeit den Kuchen auf einen dekorativen Teller stürzen.
Wer möchte, kann den Kuchen noch mit etwas Sesam, grüner Zwiebel und Noriblättern dekorieren.

Die Noriblätter können als Dekoration dienen. Einfach das gewünschte Motiv ausschneiden und vorsichtig auf den Reis legen.
Den Kuchen am besten mit Soja-, Teriyaki- oder einer Soße Ihrer Wahl genießen.

TIPP 1: Wer möchte, kann seinen Reis mit schwarzem Sesam verfeinern. Einfach einen bis zwei Esslöffel davon nach dem Kochen unter den Reis heben.
TIPP 2: Freunde von Mayonnaise oder scharfer Mayonnaise können auf die Reisschichten noch etwas von dem Dip streichen.
TIPP 3: Probieren Sie Ihren Kuchen statt mit gebratenem Fisch auch einmal mit Räucherlachs – so verkürzt sich die Zubereitungszeit erheblich.
TIPP 4: Sie können auch anderes Gemüse wie frische Gurken und Karotten verwenden.
Wir wünschen unseren Lesern ein herzliches Schabbat Schalom und Bete-avon!