zurück zu Aktuelles

Schabbat-Duft: Traditionelle Rezepte zum Nachkochen (191): Salat kmo be’beit cafe – Salat wie aus einem israelischen Café

von Nadine Haim Gani

JERUSALEM, 09.10.2026 – Israelische Frühstücke sind bekannt für ihre große und köstliche Auswahl: frisches Gemüse, knackige Salate, Käse, Eier, Aufstriche und natürlich gutes Brot und Gebäck. Dieses Prinzip findet sich auch in den zahlreichen israelischen Cafés wieder. Besonders die Salate sind vielseitig, aromatisch und dank frischem Gemüse und unterschiedlichen Zutaten erstaunlich sättigend.

Nach den Feiertagen mit ihrem reichhaltigen und oft auch kalorienreichen Essen darf es auf dem Teller gerne wieder etwas leichter werden. Aber gesund bedeutet keineswegs langweilig! Deshalb gibt es heute einen Salat, wie man ihn durchaus auf der Speisekarte eines israelischen Cafés finden könnte, unkompliziert, farbenfroh, voller Geschmack und wunderbar sättigend. Dieser Süßkartoffelsalat verbindet süße, karamellisierte Süßkartoffeln mit knackigem Gemüse und cremig-würzigem Feta. Ein Salat, der nicht nur köstlich schmeckt, sondern auch optisch einiges hermacht. Und das Beste: Das Rezept lässt sich ganz nach Lust und Laune erweitern. Kichererbsen, Granatapfelkerne, Nüsse oder zusätzliche Kräuter passen hervorragend dazu. So kann der Salat je nach Appetit als Beilage oder als vollwertige Mahlzeit serviert werden. Also, los geht’s!

Heute zaubern wir einen wunderbaren Salat, der mit frischen Kräutern und kräftige Farben problemlos als komplette Mahlzeit durchgeht!
  • Portionen: 2–3
  • Zubereitungszeit: ca. 40 Minuten
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
Zutaten:

Für die knusprigen Süßkartoffelstreifen:

  • 2 kleine Süßkartoffeln
  • ½ Liter Öl zum Frittieren
  • 1 Prise Salz

Für den Basis-Salat:

  • 260 g Blattsalat nach Wahl
  • 2–3 Gurken
  • 300 g Cherrytomaten
  • ½ rote Zwiebel
  • 50 g grüne Oliven

Für die Pilzbeilage:

  • 300 g frische Pilze
  • 4 EL Teriyakisauce
  • 1 EL Sojasauce
  • 2 EL Olivenöl

Für die Zitronen-Vinaigrette:

  • 7 EL Olivenöl
  • 3 EL Essig, am besten Traubenkernessig
  • Saft von 2 Zitronen
  • 1 TL milder Senf
  • 2 EL Honig
  • 2–3 Knoblauchzehen
  • 1 TL Salz
  • 1–2 TL Pfeffer

Zum Garnieren:

  • 100 g Feta, in Würfeln
  • Kerne von 1–2 Granatäpfeln (optional)

Für den Extra-Knack (optional):

  • 3 EL Sonnenblumenkerne
  • 2 EL Kürbiskerne
Bunter Salat, knackige Süßkartoffeln, aromatische Pilze – was für ein toller Salat!
Zubereitung:

Und so geht’s: Zunächst bereiten wir die knusprigen Süßkartoffelstreifen zu. Dafür die Süßkartoffeln schälen und mit einem Kartoffelschäler in dünne Streifen schneiden.

Das Öl in einem Topf erhitzen und die Süßkartoffelstreifen portionsweise knusprig frittieren. Anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen und ganz leicht mit Salz würzen.

Beim Frittieren der Süßkartoffeln besonders darauf achten, dass die feinen Streifen nicht zu dunkel werden.

Während die Kartoffelstreifen langsam vor sich hin knuspern, bereiten wir die Gemüse-Basis vor. Den Blattsalat und das übrige Gemüse gründlich waschen. Die Zwiebel schälen und alles in schöne, mundgerechte Stücke schneiden. Gemeinsam mit den Oliven in eine große Schüssel geben und vorsichtig miteinander vermischen. Das Gemüse zunächst beiseitestellen.

Schon ist unsere Salatbasis fertig.

Jetzt geht es an die Pilze.

Die Pilze vorsichtig putzen, die Stiele entfernen und die Pilze vierteln. In einer kleinen beschichteten Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und die Pilzviertel ein paar Minuten anbraten. Anschließend Teriyakisauce und Sojasauce dazugeben und die Pilze noch einmal gut in der Pfanne schwenken, sodass sie rundum mit der aromatischen Sauce überzogen sind.

Die Pilze anschließend beiseitestellen.

Die Pilze sind fertig. Sie peppen unseren Salat wunderbar auf.

Nun kümmern wir uns um das kräftige und wunderbar frische Salatdressing. Olivenöl, Zitronensaft, Essig, Senf und Honig miteinander verrühren. Anschließend Knoblauch, Salz und Pfeffer dazugeben und alles gründlich miteinander vermengen.

Wer eine besonders frische und zitronige Note liebt, kann ruhig noch etwas mehr Zitronensaft hinzufügen.

Das Dressing passt übrigens auch wunderbar zu vielen anderen Salaten.

Wer etwas besonders Knackiges im Salat mag, kann zusätzlich geröstete Kerne verwenden. Dafür Sonnenblumen- und Kürbiskerne in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze (ganz ohne Öl) kurz rösten, bis sie angenehm duften und leicht goldbraun werden. Dabei die Kerne regelmäßig bewegen, damit sie nicht verbrennen.

Erst unmittelbar vor dem Servieren wird das vorbereitete Gemüse mit so viel Vinaigrette vermischt, dass es frisch und glänzend überzogen ist, aber keinesfalls im Dressing schwimmt.

Nun wird der Salat auf einer großen Platte oder auf einzelnen Tellern angerichtet. Darauf kommen die aromatischen Pilze und die vorbereiteten Süßkartoffelstreifen. Sie sorgen für den besonderen Crunch und machen aus dem Salat ein echtes Café-Erlebnis. Anschließend mit den cremigen Fetawürfeln, ggf. Granatapfelkernen und – nach Geschmack – den gerösteten Sonnenblumen- und Kürbiskernen garnieren.

Ein unglaublich bunter Salat, der auch geschmacklich überzeugt!

TIPP 1: Die knusprigen Süßkartoffelchips sollten wirklich erst im letzten Moment auf den Salat kommen. So bleiben sie schön kross und verlieren durch das Dressing nicht ihre Knusprigkeit.

TIPP 2: Für noch mehr Farbe können frische Kräuter wie Petersilie, Minze oder Koriander darübergestreut werden. Auch ein paar essbare Blüten passen wunderbar zum floralen Charakter des Gerichts, ohne dass der Salat dadurch überladen wirkt.

TIPP 3: Wer auf das Frittieren verzichten möchte, kann die Süßkartoffelstreifen hauchdünn schneiden, leicht mit Öl vermengen und im Backofen knusprig backen. Dabei benötigen sie allerdings besondere Aufmerksamkeit, denn die dünnen Streifen können sehr schnell dunkel werden.

TIPP 4: Freunde von Fisch können dem Salat natürlich auch etwas Thunfisch hinzufügen. Ebenso passen hart gekochte Eier wunderbar dazu und machen den Salat noch sättigender.

TIPP 5: Besonders schön wirkt der Salat, wenn die verschiedenen Farben nicht vollständig miteinander vermischt werden, sondern beim Anrichten sichtbar bleiben – fast wie ein kleiner, essbarer Garten auf dem Teller.

Ein wundervoller Bissen, der mit seinen verschiedenen Aromen unsere Geschmacksknospen begeistert!

Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern ein herzliches Schabbat Schalom und Bete-avon!

Weitere News aus dem Heiligen Land