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Neue Aufnahmen der Entführung des Panzersoldaten Nimrod Cohen veröffentlicht

JERUSALEM, 27.08.2025 (NH) – Die Familie des entführten Soldaten Nimrod Cohen hat neue Aufnahmen von dessen Entführung am 7. Oktober 2023 veröffentlicht. Das grausame Filmmaterial soll kürzlich von der israelischen Armee im Gazastreifen beschlagnahmt worden sein und wurde der Familie ausgehändigt. Im Schatten stockender Geiseldeals beschloss die Familie, das Video der breiten israelischen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Das Blut läuft aus den Gliedmaßen, die Atmung wird schwer und die Angst erfasst den ganzen Körper. Werde ich meinen Sohn Nimrod je wieder umarmen und ihm ins Ohr flüstern können, dass ich ihn liebe?”, fragt seine Mutter Vicky. Nimrod wurde zusammen mit seinen Teamkollegen Oz Daniel, Omer Nautra und Shaked Dahan entführt.

Erschütterndes Filmmaterial vom 7. Oktober

Die Aufnahmen vom Tag der Entführung Nimrods zeigen, wie Hamas-Terroristen den jungen Mann gewaltsam aus seinem brennenden Panzer zerren. Nimrod und die anderen Überlebenden der Panzerbesatzung wirken sichtlich verängstigt und stehen unter Schock. Die Terroristen beschimpfen Nimrod auf Arabisch und zerren den Soldaten in Richtung eines weißen Autos.  „Du Abschaum! Halte ihn! Dreht ihn um! Bringt ihn zum Auto!“ – diese und ähnliche Befehle sind zu hören. Einer der Hamas-Kämpfer erklärt dem 20-Jährigen zynisch: „Mach dir keine Sorgen, du wirst nach Israel zurückkehren.“

Vicky Cohen, die Mutter des entführten Soldaten, berichtete in einem Interview mit israelischen Medien, dass die eine Minute und 13 Sekunden langen Aufnahmen vom 7. Oktober bereits vor zwei Monaten im Gazastreifen beschlagnahmt wurden. Doch erst vor kurzem wurde das Material vom israelischen Geheimdienst auch für die Angehörigen zugänglich gemacht. „Ich befand mich in einem Zustand der Panik, der Angst und des Schreckens, der mich an das Trauma vom 7. Oktober erinnerte. Er wurde brutal entführt und musste mit ansehen, wie die Panzerbesatzung vor seinen Augen ermordet wurde. Es fällt mir sehr schwer, das zu verdauen.“

Yehuda und Vicky Cohen bei einer Pressekonferenz in Tel Aviv, nachdem das Video von Nimrods Entführung veröffentlicht wurde: „Bis zum 7. Oktober war ich eine normale Mutter. In dem Moment, als ich das Video sah, das die Hamas in den sozialen Netzwerken hochgeladen hatte, war ich nicht mehr dieselbe Person. Ein schwarzer Vorhang fiel auf mich und meine Familie“, berichtet die Mutter des entführten Panzerfahrers. Foto: Avshalom Sassoni/Flash90

„Er sah, wie seine Freunde ermordet und verschleppt wurden“

Zuvor hatte die gebrochene Mutter auf einer Pressekonferenz im Hauptquartier des Geiselforums die Veröffentlichung des Hamas-Videos angekündigt: „Was ihr in dem Video seht, ist der größte Albtraum aller Mütter in Israel: Mein hilfloses Kind wurde entführt und brutal in die Hölle gezerrt, und ich als Mutter konnte nichts tun.“

Nimrods Vater, Yehuda Cohen, behauptet, dass es weiteres Filmmaterial von israelischen Geiseln gebe, das israelische Militär verhindere jedoch die Veröffentlichung dieser Videos. „Es existieren Filme, die am 123. Tag der Geiselhaft gefilmt wurden. Nimrod wurde vor eine Kamera gesetzt, um der Öffentlichkeit eine Botschaft zu übermitteln. Die Armee weigert sich jedoch, uns dieses Filmmaterial auszuhändigen. Wir werden gegen das System kämpfen, um die Videos zu erhalten und zu veröffentlichen“, stellt Cohen klar.

Nimrod wird von den Terroristen zu einem Auto gebracht, das den jungen Mann nach Gaza entführt. Seitdem wird der inzwischen 20-Jährige in den Hamas-Tunneln im Gazastreifen unter menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten. Foto: IDF-Video-Screenshot

Die Familie bettelt um einen Geiseldeal

Anfang der Woche nahm der Vater an einer großen Demonstration vor dem Haus des israelischen Verteidigungsministers Yisrael Katz in Kfar Achim teil. „Ich bin gekommen, um dich am 688. Tag daran zu erinnern, dass ein Soldat, der mit einem defekten Panzer zur Verteidigung des Landes geschickt wurde, immer noch in den Tunneln von Gaza vegetiert.“

Vicky Cohen appelliert nun ein weiteres Mal an die israelische Regierung, nachdem die Hamas vergangene Woche den Vorschlag der Vermittler angenommen hatte: „Tretet in meine Fußstapfen, eine Mutter, die seit 689 Tagen und Nächten nicht geatmet hat. Es gibt keinen Moment, in dem ich nicht die Schreie meines Sohnes höre. Ihr habt kein Recht, mein Kind daran zu hindern, zurückzukommen!“

Titelbild: Auf den schockierenden Aufnahmen von Nimrod Cohens Entführung in den Gazastreifen am 7. Oktober 2023 ist zu sehen, wie er von Hamas-Terroristen aus dem Panzer gezerrt und gewaltsam auf die Beine gestellt wird – verletzt und mit rußigem Gesicht. Foto: IDF-Video-Screenshot

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