Liebe Freunde,
in Israel wurde in dieser Woche wieder deutlich, wie viele Themen das Land gleichzeitig beschäftigen: Sicherheit, politische Grundsatzfragen und der Blick in die Zukunft.
Ein wichtiges Thema ist weiterhin die Hamas. Nach israelischen Berichten verlegt die Terrororganisation verdeckte Planungs-, Operations- und Cybereinheiten zunehmend von Katar in die Türkei. Ankara gilt damit immer stärker als ein Ort, von dem aus die Hamas auch außerhalb des Gazastreifens aktiv ist. Für Israel zeigt das: Der Kampf gegen die Hamas endet nicht an der Grenze zu Gaza.
Auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu machte in diesen Tagen klare Ansagen. Vor einem Rückzug der israelischen Armee müsse die Hamas vollständig entwaffnet werden. Einen palästinensischen Staat lehnt er ab – weder „Fatahstan“ noch „Hamastan“, wie er sagte. Auch im Libanon bleibt Israel bei seiner Linie: Ein Rückzug kommt nur infrage, wenn die Hisbollah keine Gefahr mehr darstellt. Gegenüber dem Iran gilt weiter die rote Linie, dass Teheran keine Atomwaffe besitzen darf.
Neben all den Sicherheitsfragen schaut Israel aber auch nach vorne. Ein neues nationales KI-Programm soll das Land zu einer globalen KI-Supermacht machen. Geplant sind mehr Rechenzentren, Forschung, Ausbildung und neue Anwendungen in Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Verkehr, Industrie und Verwaltung. Gerade in Krisenzeiten zeigt Israel damit wieder seinen besonderen Willen, nicht stehenzubleiben, sondern Zukunft zu bauen.
In unserer aktuellen Sendung geht es auch um ein sehr schweres Thema: Cochav Elkayam-Levy hat den sexuellen Missbrauch durch die Hamas dokumentiert. Ihre Arbeit ist wichtig, damit die Verbrechen des 7. Oktober nicht verdrängt oder relativiert werden. Außerdem zeigen wir die Künstlerin Sigal Newman, die filigrane Figuren aus Drahtgeflecht baut.
Möge Israel in diesen Tagen Schutz, Klarheit und neue Kraft erfahren.
Herzliche Grüße
Ina Mueller
Leiterin Social Media